Sommelier-Trophy 2011

Premiere für den „Besten Sommelier Deutschlands“ - „Trophy Relais & Châteaux und Sommelier-Union Deutschland“

Entscheidung um Mitternacht:

Thomas Sommer ist der
„Beste Sommelier Deutschlands“

 

Spannung, Nervenkitzel und Genuss am Abend des 23. Mai 2011 beim Finale des Wettbewerbs „Trophy Relais & Châteaux/Sommelier-Union Deutschland.“ Vor mehr als  160 Gästen setzte sich Thomas Sommer (33), Chefsommelier im Gourmetrestaurant Lerbach – Nils Henkel, Bergisch-Gladbach, in einem  Kopf-an-Kopf Rennen um den Titel „Bester Sommelier Deutschlands“ denkbar knapp gegen Jürgen Fendt (44), Chefsommelier im Hotel und Restaurant Bareiss, Baiersbronn, durch.

„Es war eine echte Herausforderung“, konstatierte Thomas Sommer  nach der Preisverleihung. „Ein solcher Wettkampf vor so vielen Menschen, TV- und Fotokameras, einer hoch qualifizierten Jury und kulinarisch begleitet von vier Spitzenköchen, die die Gäste verwöhnt haben – das war aufregend“.  Thomas Sommer wird die deutschen Sommeliers nun auf internationaler Ebene vertreten.

Auch der Zweitplatzierte Jürgen Fendt  sah den Wettkampf sportlich. „Wenn es so knapp ausgeht, fühlt man sich nicht als Verlierer. Das Format sollte unbedingt  beibehalten werden – es bringt der Öffentlichkeit das Berufsbild des Sommeliers näher und verdeutlicht, dass es sich dabei mehr um einen „Genuss-Manager“ handelt, nicht um einen Weinkellner.“ Mit dem dritten Platz im Finale landete die junge Melanie Panitzke (28) Sommelière im Restaurant Wein am Rhein in Köln einen echten Achtungserfolg.

Einen ganzen Tag lang hatten die Kandidaten im Halbfinale und in der Endausscheidung ihr Können in Theorie und Praxis im Relais & Châteaux Hotel Burg Schwarzenstein im Rheingau unter Beweis stellen müssen., ehe die Finalisten gegen 19 Uhr feststanden. Das Lob der Jury galt auch den im Halbfinale ausgeschiedenen Kandidaten Stefanie Hehn (25), Sommelière im Restaurant Louis C. Jacob, Hamburg, Lennart Wenk (29) vom Hotel Fährhaus Sylt und dem Österreicher Jürgen S. Witschko (23) vom Weinhaus Henninger, Kallstadt in der Pfalz.

Die hochkarätige Jury, bestehend aus Markus Del Monego (Weltmeister der Sommeliers von 1998 und Master of Wine), Christine Balais (Sommelière), Günther Jauch (Fernsehmoderator und Inhaber des Weinguts von Othegraven), Johann Lafer (Grand Chef Relais & Châteaux), Dominique Loiseau (Relais & Châteaux Le Relais Bernard Loiseau), Florian Zumkeller (Relais & Châteaux Schwarzwaldhotel Adler) und Christian Frens (Vize-Präsident der Sommelier-Union) unterzog die drei Finalisten einer kritischen und detaillierten Prüfung in Theorie und Praxis. Speziell die praktischen Test-Elemente – wie Champagner-Ausschank und Dekantieren einer Flasche Barolo am  Gästetisch - erfüllten den Wunsch des Publikums nach aktiver Einbeziehung in den Entscheidungsverlauf.

Das Gala-Dîner zum Finale wurde durch die Sterneköche und Grand Chefs Relais & Châteaux Sven Messerschmitt, Klaus Erfort, Thomas Bühner und Juan Amador begleitet, die ein spezielles viergängiges Menu passend zum Anlass kreiert haben. Jubel gab es auch für sie.

Thomas Sommer erhielt zusätzlich zum Titel „Bester Sommelier Deutschlands“  einen Pokal, eine Reise in die Bourgogne zu Winzern und zum Relais & Châteaux Le Relais Bernard Loiseau – inklusive Besuch des 3-Sterne-Restaurants – überreicht durch die Inhaberin Dominique Loiseau, sowie eine Doppel-Magnum-Flasche Phélan-Ségur 2008 überreicht durch Laurent Gardinier, Besitzer des Relais & Châteaux Château Phélan-Ségur in Bordeaux.

Jürgen Fendt freute sich über eine Reise zu Laurent Perrier in die Champagne und ins Relais & Châteaux Les Crayères in Reims.

Der 3. Platz brachte Melanie Panitzke  eine Reise nach Alba ins Italienische Piemont zum Weingut Ceretto ein - mit dem Besuch der Weinberge und der Grappa-Destillerie.

Höchst zufrieden zeigten sich auch die Veranstalter. Bernd Glauben, Präsident der Sommelier Union – Deutschland e.V.: „Ein Riesenerfolg. Toll, wie Publikum, unsere prominenten Gäste und vor allem die Sommeliers mitgezogen haben. Für die Kandidaten war der Auftritt in aller Öffentlichkeit ein echter Stresstest“. Dem schloss sich Florian Zumkeller, Deutscher Delegierter der exklusiven Hotel- und Restaurantvereinigung Relais & Châteaux an und ergänzte: „Bemerkenswert, dass bei diesem - für alle Sommeliers in Deutschland offenen Wettbewerb - am Ende zwei Chefsommeliers aus Mitgliedhäusern von Relais & Châteaux an der Spitze stehen.“

 

Das Video der Gesamtveranstaltung

 

Fragen des Halbfinales

Bis zum 08. Juni 2011 stellen wir jeden Tag eine neue Frage des schriftlichen Halbfinales hier online. So kann man auch im Nachhinein sehen, was alles gefragt war.

Finalaufgaben

Als erstes wurde von den drei Finalisten ein Champagner-Service aus der Jeroboam gefordert. Innerhalb von 6 Minuten mussten sich die Kandidaten zunächst für die Anzahl der Gläser entscheiden und dann schließlich den Champagner-Service gleichzeitig fachgerecht vornehmen.

Der weitere Prüfungsverlauf wurde dann einzeln durchgeführt. Drei Aufgaben galt es dabei zu lösen.

  1. Dekantieren einer Rotweinflasche am Tisch mit 4 Gästen, wobei diese die eine oder andere Zwischenfrage stellten.
  2. Weinempfehlungen zu einem 4-Gänge-Menü, welches der Kandidat fünf Minuten vorher zur Einsicht erhalten hatte.
  3. Korrektur einer fehlerhaften Weinkarte (ohne Vorbereitungszeit).

Für diese 3 Wettbewerbsteile hatte jeder Kandidat nur 15 Minuten Zeit. Wer man sich also beim Dekantieren oder bei der Weinempfehlung zu viel Zeit gelassen hatte, dem fehlte diese beim korrigieren der Weinkarte.

Das Menü, zu dem die Weine empfohlen werden sollten, und die fehlerhafte Weinkarte sind oben verlinkt.


Bilder vom Finale

 

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Fotografie © Markus Hildebrand

 


Video-Bericht vom Hessischen Rundfunk

 

Fragen aus der Vorausscheidung

Wer sich ein Bild davon machen möchte, was für Aufgaben bei der schriftlichen Vorausscheidung zu beantworten waren, findet hier einen Ausschnitt des Fragenkataloges.

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